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Susanne Haun

MOTIVATION

Das wichtigste in der Kunst ist für mich die Authentizität eines Werkes. Das bedeutet, dass ich jedes Bild, so wie es ist, nur in dem jeweiligen Augenblick mit meinen inneren Erkenntnissen und meinem Können malen kann. Ich kann es in der Art nicht nächsten Monat und ich hätte es nicht letztes Jahr so malen können.

Gerne suche ich mir Themenkomplexe und arbeite an diesen selbst gewählten Themen bis zu einem Jahr. Ich setze mit Acryl mehrere Farbschichten übereinander – manche Stellen lasierend andere wieder pastos. Wichtig sind mir neben den Flächen die Linien in einem Bild. Die Entschiedenheit der einzelnen Linie bestimmt über die Qualität und den Eindruck des Bildes. Immer wieder inspiriert mich das jeweilige Thema zu neuen Ideen. Für mich muss das gemalte auch von mir erlebt oder bei Freunden beobachtet worden sein. Nur dann können die Stimmungen und Assoziationen meiner Bilder aus meinem Inneren kommen. Ich male mit Lust, Freude und Energie. Dabei möchte ich, dass meine Bilder beim Betrachter etwas auslösen oder bewegen; bestenfalls Denkanstösse geben.

Das schwierigste in meinem Werk ist die Disziplinierung. Ein Thema zum Beispiel auch in einem Format darzustellen. Die schwierigste Frage ist dabei, wann ist ein Bild fertig und wann braucht es noch Änderungen. Oft stelle ich die Bilder noch monatelang auf die Staffelei und überlege an Einzelheiten. Wo ist es zu bewegt – wo fehlt Bewegung. Erst wenn ich mit dem Bild in allen Teilen zufrieden bin signiere ich es.

Das Acryl, in den 50ziger des letzten Jahrhunderts für die Malerei entdeckt, ist das Material unserer Zeit. Es ist das pure Plastik und somit für unsere schnelllebige Zeit genau das richtige. Trotzdem möchte ich nicht schlampig mit dem Material umgehen und nur mit der Größe der Bilder brillieren. Ich überlege mir die Komposition eines Bildes

Die Zeichnungen sind ein weiterer Teil meines Schaffens. Nirgendwo wie in der Zeichnung – ja in der einzelnen Linie – kommt die Handschrift eines Künstlers so zum Ausdruck. Keine Linie in der Zeichnung ist nur dekorativ, jede Linie hat ihren Sinn und ihre Berechtigung im Bild. Ich zeichne täglich. Deshalb habe ich es aufgegeben meinen Zeichnungen Namen zu geben. Ich katalogisiere sie nach dem Datum der Entstehung. Mit diesem Entschluss war für mich klar, dass meine Zeichnungen meine Tagebucheintragungen sind.

Ich male weil ich mir ein Leben ohne Malerei nicht vorstellen kann. Sie ist wie ein weiteres Sinnesorgan von mir und sie ist mein Ausdruck und meine Sprache mit meiner Umwelt.

E-Mail:

Tagebucheintragung

Format: 15 x 20 cm

Tagebucheintragung

Format: 20 x 15 cm
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